Mal wieder eine dumme Frage.
Wenn der glückliche Finder den Urvater dieser Tiere Anfang März 2011 gefangen hat.
Wie bekommt er dann so schnell so viele erwachsene, gleich aussehende Tiere?
Gibt es da bei den Guppyzüchtern einen Trick?
Grüße
Elke
Hallo Elke,
es ist natürlich möglich, dass im, sagen wir, Mai die erste Befreuchtung stattgefunden hat und im Juni der erste Wurf von diesem Vater gefallen ist. Bei auch nur einigermaßen guter Fütterung lässt sich 3 Monate später zumindest sagen, ob die Söhne dem Vater ähneln, wenn nicht bereits ausstellungsreifer Nachwuchs zeigen. Bei optimaler Fütterung sind die Männchen in jedem Fall so weit, die Weibchen dürften ihre Endgröße noch nicht erreicht haben. Ob es Sinn macht, die Tiere so schnell zu zeigen oder ob weitere Verpaarungen, wie Hans sie aufgezeigt hat, besser wären, lasse ich mal dahingestellt - sollte sich das Merkmal dominant vererben, reichen 20 Weibchen natürlich dicke aus - und da "frisches" Sperma oft bevorzugt zum Zuge kommt, müssen diese auch keine Jungfrauen sein. Und natürlich bringt jede neue Form, ob Scarlet oder damals die Koi-Schwertträger,. anfangs auch Geld - vorausgesetzt, die Tiere werden überhaupt zur Versteigerung freigegeben! Überdieskann eine frühe Verbreitung ja auch dazu beitragen, dass durch eine schnelle und möglichst große Verbreitung der Bestand dauerhaft gesichert ist und eine z.B. durch Lebendfutter eingeschleppte Krankheit nicht dazu führt, dass auf den nächsten "einen von tausend Guppys" gehofft werden muss! Dass neben der Weiterzucht der Wildform auch mit diesen Tieren gekreuzt werden wird, ist anzunehmen und wohl unvermeidbar.