Hi,
das grundlegende ist doch, nach der P.obscura Beschreibung, das man mitochondrial bei den Weibchen 3 DNA Strukturen festgestellt hat, die sich unterscheiden. Und zwar
in reticulata,obscura und wingei. An Hand dieser DNA Unterschiede ist die Art Poecilia obscura beschrieben worden und durch die "Einteilung" in die drei DNA-Gruppen stützt die Obscura Beschreibung, die von Kempkens rein verhaltenstechnisch (nicht sehr valide!) beschriebene Art P.wingei.
Die mitochondriale DNA wird aber nur von den Weibchen auf die Nachkommen vererbt wird. Soweit so gut. Kreuzt man jetzt aber nen "Obscura-Weibchen" mit nem "Wingei-Männchen" erhält man phänotypisch Endlerfarbige Fische, die nach DNA Analyse aber Obscura sind...genauso wie Hybriden aus P.reticulata mit Wingei Weibchen im Labor als Wingei Bestimmt werden würden, auch wenn sie deutliche Merkmale (z.B: Japan Blau) vom Reticulata Guppy zeigen.
Adrians Klassen hin oder her...DNA-Untersuchungen her oder hin: die Viecher kreuzen alle prima miteinander und alle möglichen phänotypischen Unterschiede, die immer genannt werden sind entweder "von Arxxx" oder liegen innerhalb der möglichen Varianz dieser Fischgruppe. Was machen wir draus?
Ausserdem meint Adrian:
Klasse N x Klasse N = Klasse N (übersetzt auf deutsch = Hybriden aus Fundort/Farbvarianten, sind selbst auch Fundort/Farbvarianten, bzw. genauso zu behandeln wie diese)
Da komm ich auch nicht ganz mit. Entweder man macht sich keinen Kopf und kreuzt, weil es eh alles Reticulta-Guppys (mit 3 DNA Linien) sind, und man diese Wingei-Obscura Sache nicht anerkennt/unterstützt. Oder man hält die Fundortformen rein...weil wer weiß was noch alles zur Artbeschreibung taugen wird und man mit dem "Vermanschen" der Varianten & Typen nur noch mehr Chaos anrichtet.
Ich finde für mich diese ganze Sache ziemlich bizarr...und freue mich aufs nächste Endlerchapionat, nach Standard!
tobi